San Francisco - Mit dem Film "Nirgendwo in Afrika" ist am Donnerstagabend in San Francisco das größte deutschsprachige Filmfestival in den USA eröffnet worden. Zum achten Mal präsentieren das Goethe-Institut und das Castro Theatre das Festival "Berlin & Beyond" mit mehr als 20 Filmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

1500 Gäste im ausverkauften Großkino schauten sich zum Auftakt den diesjährigen Oscar-Kandidaten aus Deutschland an. "Nirgendwo in Afrika" ist bereits für einen Golden Globe als bester ausländischer Film nominiert. Der Film von Regisseurin Caroline Link erzählt die Geschichte einer deutsch- jüdischen Familie im afrikanischen Exil.

Österreichische Beiträge dabei

Bei dem einwöchigen Festival wird Regisseur Ulrich Köhler für seinen Debüt-Spielfilm "Bungalow" einen Preis in Höhe von 5000 Dollar erhalten. Doris Dörrie wird ihre Beziehungskomödie "Nackt" vorstellen, die in den USA noch keinen Verleiher gefunden hat. Natürlich sei es auf einem solchen Festival möglich, dass Verleiher und US-Publikum auf die deutschsprachigen Produktionen aufmerksam werden, sagte Programmkoordinatorin Ingrid Eggers.

Aus Österreich werden Ulrich Seidls "Hundstage" und Andrea Dusls "Blue Moon" in San Francisco gezeigt. Das Festival endet mit einer Vorführung von "Sissi" aus dem Jahr 1955. Dies ist Teil der Serie "Nach dem Krieg, vor der Mauer", die mit dem New Yorker Lincoln Center zusammengestellt wurde. In dieser Reihe werden in New York und im kalifornischen Berkeley deutsche Nachkriegsfilme von 1945 bis 1960 gezeigt.(APA/dpa)