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Gerhard Lacher

foto: apa/fritz

Wien - Der börsenotierte Sekt- und Spirituosenkonzern Schlumberger hat sich den ehemaligen Pago-Fruchtsaft-Manager Gerhard Lacher als neuen Chef geholt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Josef Karner wechselt in die Schlumberger-Eigentümerhoding Underberg in die Schweiz.

Der Aufsichtsrat der Schlumberger AG, Wien, hat in seiner Sitzung am Freitag Lacher in den Vorstand berufen. Lacher werde den Vorsitz des Vorstandes übernehmen, wurde mitgeteilt. Gerhard Lacher (Jahrgang 1948) war erst im Herbst 2002 als Geschäftsführer bei Pago, Tochter der börsenotierten Brau Beteiligungs AG (BBAG), ausgeschieden, wo er mehr als 20 Jahre Führungsverantwortung getragen hatte. Nach Angaben von Schlumberger bringt Lacher für seine Aufgabe umfangreiche Erfahrungen in Markenaufbau und in der Internationalisierung von Marken ein.

Der bisherige Schlumberger-Boss Josef Karner (Jahrgang 1954) werde aus dem Vorstand der Gesellschaft in Wien ausscheiden und zukünftig für die Holding der Underberg-Gruppe, der Underberg AG in Dietlikon-Schweiz, tätig sein, teilte die Sektkellerei mit. Damit werde er dem Haus Schlumberger weiterhin verbunden sein.

Schlumberger beschäftigte zum ersten Halbjahr 2002/2003 252 Mitarbeiter. Zur Gruppe gehört das Wiener Stammhaus Schlumberger, das Haus Zwack, die Gruppe in Deutschland sowie die Beteiligungsfirmen Freihof und Appelt. Erst im Vorjahr hatte der Konzern sein defizitäres Frankreich-Engagement aufgegeben, der Schlussstrich darunter (Entkonsolidierungen) hat der Gesellschaft rote Zahlen beschert. Konsolidiert setzte die Gruppe zuletzt (2001/2002) rund 146,6 Mio. Euro um.

Die Schlumberger AG gehört über die Underberg AG (Dietlikon/Schweiz) zu 75 Prozent der Underberg-Gruppe im deutschen Rheinberg. Gut 10 Prozent hält die Sektkellerei Schloss Wachenheim (Trier), knapp 15 Prozent stehen im Streubesitz. (APA)