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Reinhold Messner

Foto: APA/ dpa

Hamburg - Extrembergsteiger Reinhold Messner (57) will in den nächsten zehn Jahren mehrere Museen gründen und im Alter "mit den Nomaden durch die Wüste ziehen".

Seine Abgeordnetentätigkeit im Europäischen Parlament, die 2004 zu Ende geht, werde er nicht erneut wahrnehmen. "Ich habe dann mit den Museen genug zu tun und will auch noch einmal im Jahr eine Expedition machen. Darüber hinaus arbeite ich an einem Projekt über die heiligen Berge", sagte der Abenteurer. "Mit 65 möchte ich gerne nochmal was Neues anfangen und mit den Nomaden leben. Wenn ich das dann nicht mehr schaffe, ziehe ich mich in eine Höhle zurück und warte auf das Ende", sagte Messner.

Ein "Messner Mountain Museum" ist bereits in den Dolomiten eröffnet worden. "Dort steht die Auseinandersetzung mit der Senkrechten, mit dem Fels im Zentrum." An seinem Wohnsitz, dem Schloss Juval im Vinschgau, werde der religiöse Zugang des Menschen zu den Bergen verdeutlicht. "Ein weiteres Museum wird Eis- und Kristallwelten demonstrieren. Es ist unterirdisch angelegt und wird unter dem höchsten Berg in Südtirol entstehen", sagte Messner. "Die Besucher werden dort das Eis durch Felsfenster unterirdisch sehen und hören." Ein weiteres Museum soll sich dem Schwerpunkt Bergvölker widmen. (APA/dpa)