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Das grönländische Parlament war erst vor einem Monat neu gewählt worden

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Premier Hans Enoksen: Die Geister, die er vertreiben wollte, wird er nun nicht los

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Kopenhagen/Nuuk - Vier Wochen nach ihrem Antritt ist die neue Koalitionsregierung von Grönland an einer umstrittenen Geisteraustreibung in den Regierungsbüros zerbrochen. Wie am Freitag in der Hauptstadt Nuuk bestätigt wurde, hat die Linkspartei IA aus Protest gegen die Verpflichtung einer Geisteraustreiberin durch den Büroleiter von Regierungschef Hans Enoksen die Zusammenarbeit mit dessen sozialdemokratischer Partei Siumut aufgekündigt.

Enoksen hatte sich zuvor geweigert, seinen engsten Mitarbeiter zu entlassen, der durch die magischen Kräfte der Geisteraustreiberin Manguak Berthelsen das schlechte Betriebsklima zwischen einheimischen und dänischen Staatsdienern auf der Polarinsel verbessern wollte. Auch sollten alle "negativen Energien" aus den Amtsstuben vertrieben werden. Berthelsen sagte über den Verlauf ihrer Aktion: "Mein inneres Ohr ist von all den Misstönen dort drin fast gesprengt worden."

Die Polarinsel Grönland mit ihren 50.000 Einwohnern ist bis auf die Außen- und Sicherheitspolitik weitgehend autonom im Verhältnis zu Dänemark, erhält aus Kopenhagen aber erhebliche Finanzhilfen. IA hat Koalitionsgespräche mit zwei Rechtsparteien aufgenommen. (APA/dpa)