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Anni Albers 1927
Geboren 1899 in Berlin
Gestorben 1994 in Orange/Connecticut
Archiv
Sie gilt heute noch als "kreativste Bauhaus-Weberin". Ihren ehemaligen Entschluss, freie Malerei zu studieren, hatte Anni Albers (geborene Fleischmann) bald wieder verworfen, und begann im Alter von 24 Jahren eine Weberei-Lehre am Bauhaus im Weimar. 1930 schloss sie mit Diplom ab und übernahm bereits ein Jahr später die Leitung der Werkstätte. In der Bauhaus-Ausbildung wurde auf die Aufhebung der künstlichen Differenziertheit zwischen freier und angewandter Kunst Wert gelegt; um "die Wechselwirkung beider Bereiche fruchtbar werden zu lassen" (Walter Gropius, Bauhausdirektor). Eine Auffassung, die Albers zwar durch ihr Faible für freie Malerei entgegenkam, gleichzeitig empfand sie die Grenzen des Handwerks auch als Stütze, an der sie sich anhalten konnte.

Erste Textilkünstlerin im Museum of Modern Art

1925 heiratete sie Josef Albers, den sie im Bauhaus kennen gelernt hatte. Mit ihm gemeinsam emigriert sie 1933 nach der Machtergreifung Hitlers in die USA. Dort erhielt sie eine Anstellung als Assistentin am Black Mountain College in North Carolina. 1949 übersiedelten sie nach New York, wo Anni Albers als erste Textilkünstlerin eine Einzelaustellung im Museum of Modern Art bekam. Die Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen brachte ihr in den 50er und 60er-Jahren - inzwischen experimentierte sie auch mit abstrakter Druckgrafik - zahlreiche Auszeichnungen und EhrendoktorInnen-Titel ein.

Ihre letzte Würdigung ihres umfassenden Schaffens erhielt sie 1989, als in der Münchner Villa Stuck ihre Hauptwerke gemeinsam mit jenen ihres Mannes als eine Art künstlerischer Dialog ausgestellt wurden.

Anni Albers starb am 9. Mai 1994 in Orange Connecticut. (dabu)