Rom - Der italienische Fußball will Ausländern wieder seine Tore öffnen. Der im vergangenen Juli beschlossene Transferstopp für Spieler aus Nicht-EU-Ländern, noch bis Juni dieses Jahres gültig, soll durch neue Vorschriften ersetzt werden, kündigte der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), Franco Carraro, am Freitag an.

Im Februar wollen die Verbands-Experten neue Bestimmungen zur Regelung der Ausländerzahl beschließen. Kernpunkt sei im Wesentlichen, dass die Klubs der Serie A und B maximal zwei Spieler aus Nicht-EU-Ländern pro Saison unter Vertrag nehmen dürfen. In der Dritten Liga soll die Legionärszahl auf Null sinken, um jungen einheimischen Talenten Entwicklungsmöglichkeiten zu garantieren.

Laut Medienberichten ist die geplante Revision der gegenwärtigen restriktiven Regelung die Reaktion auf Proteste mehrerer Erstligisten, die auf die Verpflichtung guter aus Osteuropa oder Südamerika verzichten müssen. Carraro erklärte, dass Italien für Ausländer wieder zugänglicher werden solle. Ziel des Verbandes sei aber weiterhin, die Ausländerzahl unter Kontrolle zu halten.