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Paris/Köln - Die italienische Zivilschutzagentur setzt zur Überwachung der sehr starken vulkanischen Aktivitäten auf der mittlerweile evakuierten Insel Stromboli auf Satelliten. Zu diesem Zweck haben der Satellitenbetreiber Eutelsat und das italienische Partnerunternehmen Alltel ein Netzwerk mit Satelliten-Terminals aufgebaut. Das Netzwerk soll gewährleisten, dass Mitarbeiter des Zivilschutzes sofort einen Zugriff auf eine ganze Reihe von Kommunikationsverbindungen haben.

Darüber hinaus wird das Netzwerk direkt zur Live-Fernüberwachung der Vulkan-Aktivitäten und von Veränderungen des Meeresspiegels als Teil eines Frühwarnsystems vor möglichen Erdrutschen und Flutwellen eingesetzt. Dafür sendet eine Boje, die rund 100 Meter vor der Inselküste gefestigt und mit Sensoren bestückt ist, laufend aktuelle Daten an ein Satellitenterminal auf der Insel. Von dort werden die Daten via Satellit in die Zivilschutzzentrale in Rom und an andere Büros in Italien übermittelt. Die Terminals wurden bereits für Videokonferenzen und zum Wiederaufbau eines Telefondienstes eingesetzt, da am 5. Januar dieses Jahres das terrestrische Netz auf der Insel durch die vulkanischen Aktivitäten komplett ausgefallen war.

Bei dem Vulkanausbruch handelt es sich um den größten Ausbruch seit 17 Jahren. Lava floß aus einem Krater in etwa 700 Metern Höhe direkt ins Meer. Am 30. Dezember 2002 wurden durch eine starke Explosion rund acht Mio. Kubikmeter Lavagestein vom Vulkan gelöst und stürzten ins Meer. Dort lösten sie eine mehrere Meter hohe Flutwelle aus, die eine Ortschaft komplett verwüstete. Die nur zwölf Quadratkilometer große Insel Stromboli wurde daraufhin evakuiert: Rund 140 Menschen wurden ausgeflogen. Vulkan-Experten gehen davon aus, dass der Ausbruch im Zusammenhang mit der Aktivität des Ätna steht.(pte)