New York - Nordkorea hat am Freitag das Angebot der USA zu Gesprächen über den Atomstreit als nicht aufrichtig bezeichnet. Der nordkoreanische UNO-Botschafter Pak Gil Yon sagte in New York, es sei unaufrichtig, wenn die USA Gespräche über das Atomprogramm seines Landes anböten, jedoch nicht zu Verhandlungen bereit seien. US-Vizepräsident Dick Cheney hat Nordkoreas Entscheidung zum Rückzug aus dem Atomwaffensperrvertrag als äußerst Besorgnis erregend für die internationale Gemeinschaft bezeichnet.

"Obwohl es angesichts Nordkoreas jüngsten Verhaltens nicht unerwartet war, ist die heutige Ankündigung von ernsthafter Besorgnis für Nordkoreas Nachbarn und die gesamte internationale Gemeinschaft", sagte Cheney am Freitag. Pak hatte auch erklärt, dass Nordkorea Wirtschaftssanktionen der UNO als Kriegserklärung betrachten würden. Er versicherte jedoch, dass sein Land den Konflikt friedlich lösen wolle.

Nordkorea hatte am Freitag seinen Rückzug von dem Atomwaffensperrvertrag erklärt und damit international scharfe Proteste ausgelöst. Mit dem Atomwaffensperrvertrag hatte sich Nordkorea verpflichtet, Atomwaffen weder zu produzieren noch anderweitig zu erlangen. (APA/Reuters)