London - Nach dem Gang zum britischen Highcourt und der Suche nach einem durchführenden Krankenhaus wurde einem Teenager jetzt die umstrittene Injektion direkt ins Gehirn verabreicht. Der 19-Jährige leidet an der tödlichen vCJD-Krankheit. Von der Behandlung mit Pentosan-Polysulphat erhoffen sich alle Beteiligten einen verzögerten Verlauf der varianten Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD). Im Gegensatz zur klassischen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist der Krankheitsbeginn nicht von geistigen Abbauvorgängen gekennzeichnet, sondern eher durch psychiatrische Symptome.

Die Behandlung gilt als umstritten, da die Substanz einzig im Tierversuch erprobt wurde. Gegenüber BBC-Online erklärte Don Simms, der Vater des Teenagers, nach der Behandlung zwar erleichtert, aber beunruhigt zu sein. "Es ist ein Schritt ins Ungewisse", sagte Simms. Neben einer Rund-um-die-Uhr-Überwachung wird der Fortschritt des Patienten nun mit regelmäßigen Scans verfolgt, um Blutungen rund um die Injektionsstelle auszuschließen. Insgesamt sind in Großbritannien mehr als 100 Menschen an der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben. Eine Handvoll lebt mit der Erkrankung. (pte)