Cotabato/Philippinen - Anhaltende Kämpfe zwischen philippinischen Soldaten und moslemischen Separatisten auf der Insel Mindanao haben zahlreiche Einwohner in die Flucht getrieben. Wie ein Armeesprecher am Samstag mitteilte, haben in den Provinzen Sultan Kudarat und Nord-Cotabato bereits 350 Familien beziehungsweise 1.750 Menschen ihre Häuser verlassen. Viele Bauern hätten auch ihr Vieh mitgenommen.

Die heftigen Gefechte begannen am Donnerstag. Allein am Freitag wurden dabei nach Militärangaben sechs Rebellen getötet und 17 verwundet. Die Armee ging mit Kampfhubschraubern und Artillerie-Einheiten gegen die schwer bewaffneten Separatisten vor. Bei diesen soll es sich Mitglieder der so genannten Pentagon-Bande handeln, die auf Mindanao schon mehrfach Ausländer entführt hat. Die bedeutendste Rebellengruppe der südlichen Insel, die Islamische Befreiungsfront Moro (MILF) hat 1997 einen Waffenstillstand mit der Regierung vereinbart. Sie drohte mit einem neuen Krieg, falls ihre Stellungen angegriffen würden. (APA/AP)