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Montage/Foto: Archiv

Wien - In der SPÖ ist ein Konflikt um die Studiengebühren ausgebrochen. Umweltsprecherin Uli Sima kritisierte Samstag Vormittag in einer Aussendung die Aufweichung der SP-Position durch Parteivize Gabi Burgstaller in "Kurier" und "Standard": "Die SPÖ muss an der Abschaffung der Studiengebühren festhalten".

Bittere Enttäuschung für junge Wähler

Es gebe überhaupt keine Notwendigkeit, diese zentrale Wahlkampfforderung einfach über Bord zu werfen. Die Aussagen Burgstallers seien für die jungen Wähler der SPÖ "eine bittere Enttäuschung".

Mit vier zentralen Botschaften in den Wahlkampf

Die SPÖ sei mit vier zentralen Botschaften in den Wahlkampf gegangen. Dies seien neben der Abschaffung der Unfallrentenbesteuerung sowie der "sinnlosen Ambulanzgebühr" auch das Auf für die Studiengebühren und der Nichtankauf der Abfangjäger gewesen. "Es geht um unsere Glaubwürdigkeit. Wir haben der Bevölkerung versprochen, diese Punkte bei einem möglichen Regierungseintritt umzusetzen. Warum jetzt vor Beginn eventueller Regierungsverhandlungen davon abgegangen wird, ist völlig unverständlich".

Möglicher Kompromiss mit der ÖVP angedeutet

Die Salzburger SP-Chefin Burgstaller hatte in den beiden Zeitungsinterviews einen möglichen Kompromiss mit der ÖVP in Sachen Studiengebühren angedeutet: "Darlehensmodell, Befreiung für sozial Schwache, dafür höhere Gebühren für selbst verschuldete Langzeitstudenten", lautete ihre Devise. Besonders angetan hat es ihr ein Darlehensmodell (mit sozialen Ausnahmen), das sie für "fairer" halten würde. Gerade diese Variante wird aber von Sima abgelehnt: Das "Darlehensmodell" führe dazu, dass junge Menschen ihr Leben mit einem riesigen Schuldenberg beginnen müssten (APA)