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Stephan Eberharter hat sein Zwischentief überwunden

Foto: Reuters/Balibouse

Bormio - Stephan Eberharter hat am Samstag die Abfahrt in Bormio gewonnen und damit die sieglose Serie der ÖSV-Herren, die zuvor acht Rennen ohne Erfolg geblieben waren, beendet. Der 33- jährige Tiroler setzte sich beim sechsten Weltcup-Triumph in dieser Saison vor seinem 27-jährigen Salzburger Teamkollegen Michael Walchhofer (+0,48 Sek.) und dem US-Amerikaner Daron Rahlves (+0,77) durch.

Hinter Rahlves, der im Dezember die bisher letzte Abfahrt in Bormio gewonnen hatte, landete mit Klaus Kröll als Viertem (+0,86) noch ein weiterer Österreicher im Spitzenfeld. Eberharter jagte mit seinem ersten Erfolg im Jahr 2003 dem US-Amerikaner Bode Miller, der Achter wurde, wieder die Weltcup-Führung ab.

WM-Team nimmt Konturen an

"Ich bin überglücklich, dass ich meine alte Stärke wieder habe. Ich musste alles geben, um hier zu gewinnen", meinte Eberharter nach dem ersten Erfolg seit seinem Abfahrtssieg am 14. Dezember in Val d'Isere, wo er einen Tag später im Riesentorlauf jene Knieverletzung erlitten hatte, durch die er drei Rennen versäumt hatte. "Ich wäre eigentlich schon mit einem Platz unter den Top Fünf zufrieden gewesen, weil es einfach dauert, nach einer Verletzung wieder den richtigen Rhythmus zu finden", meinte der Zillertaler.

Eberharter, der nun in der Weltcup-Gesamtwertung 45 Punkte Vorsprung auf Bode Miller aufweist, hat seinen Platz im WM-Team ebenso fix wie Titelverteidiger Trinkl. Und auch Michael Walchhofer, der in Bormio nach Beaver Creek und Gröden zum bereits dritten Mal in dieser Saison auf Platz zwei gelandet war, hat beste Karten in St. Moritz (2.-16.2.) dabei zu sein.

Sorge um AJ Bear

"Es ist keine Schande vom Steff geschlagen zu werden. Denn wenn ich schon Zweiter werden muss, dann hinter einem Stephan Eberharter", erklärte der 27-Jährige. Olympiasieger Fritz Strobl, der am 29. Dezember noch Zweiter in Italien geworden war, musste sich dagegen diesmal nur mit Platz 17 zufrieden geben.

Überschattet wurde das Rennenin der Endphase von einem schweren Sturz des Australiers AJ Bear, der den letzten Sprung vor dem Ziel nicht bewältigen konnte. Der 25-Jährige aus Sydney erlitt nach ersten Erkenntnissen der Mediziner, die Bear auf der Piste mit Sauerstoff beatmeten, einen Armbruch sowie eine Gehirnerschütterung. Er wurde zu einer genauen Untersuchung mit dem Helikopter ins nahe gelegene Spital in Sandalo geflogen. (APA)