Abidjan - Nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe mit der französischen Armee wollen die Rebellen im Westen der Republik Cote d'Ivoire auch einen Waffenstillstand mit den Regierungstruppen unterzeichnen. Ein entsprechendes Abkommen sollte noch am Samstag in der togolesischen Hauptstadt Lome unterzeichnet werden, verlautete in Abidjan aus informierten Kreisen.

Die Führer der beiden Rebellenbewegungen Ivorische Volksbewegung des Westens (MPIGO) und Bewegung für Gerechtigkeit und Frieden (MJP), Felix Doh und Gaspard Deli, sollten am Nachmittag nach Lome reisen. Beide Gruppen kämpfen seit Ende November im Westen des westafrikanischen Landes gegen Regierungstruppen und gegen Soldaten der französischen Schutztruppe. Mit der französischen Armee hatten beide Rebellengruppen am Mittwoch einen Waffenstillstand vereinbart.

Die größte Rebellengruppe, die Patriotische Bewegung von Cote d'Ivoire (MPCI), hatte Mitte Oktober einen Waffenstillstand mit der Regierung vereinbart, der jedoch von beiden Seiten mehrfach verletzt wurde. Die MPCI kontrolliert seit Mitte September den Norden des westafrikanischen Staates. Am kommenden Mittwoch findet in Paris ein Treffen zur Beilegung der seit vier Monaten andauernden Krise in Cote d'Ivoire statt. Die Rebellenchefs Doh und Deli bestätigten am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP ihre Teilnahme an den Gesprächen. (APA)