Sind die Tage der Online-Tauschbörse KaZaA gezählt? Ein kalifornisches Gericht entschied zugunsten der Vertreter der Film- und Musik-Industrie und gestattet Klage in den USA.

Hauptsitz in Australien

Die Mutterfirma von KaZaA, Sharman Networks, konnte sich bislang einem Verfahren in den USA entziehen, da die Firma auf der Pazifik-Insel Vanuatu registriert und ihren Hauptsitz in Australien hat. Die australischen Behörden hatten in der Vergangenheit gegen die Bestrebungen der US-amerikanischen Branchenvertreter, der Motion Picture Association of America (MPAA) und der Recording Industry Association of America (RIAA), die Betreiber der Tauschbörse in den USA zu klagen, interveniert.

Die Begründung

Das kalifornische Gericht begründete seine Entscheidung mit der Tatsache, dass Millionen kalifornische User die Kazaa-Clients heruntergeladen und benutzt hätten und so eine Klage auf amerikanischem Boden rechtens sei. Sowohl die Motion Picture Association of America wie auch die Recording Industry Association of America begrüßten in einer gemeinsamen Erklärung die Entscheiung. Von Seiten Sharman Networks gab es zum Urteil bislang noch keinen Kommentar.

Das Ende

Experten zeigen sich in der Frage rund um das mögliche drohende Ende von KaZaA bislang uneinig. Während die Einen meinen, durch eine sicherscheinende Verurteilung durch ein US-Gericht, das Ende der Tauschbörse nur noch eine Frage der Zeit sei; gehen die Anderen davon aus, dass auch eine Verurteilung in den USA keinerlei Auswirkungen zeigen würde.(red)