Wien - Keinen Streit sondern einen "Meinungsaustausch" sieht SP-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures in der jüngsten SP-internen Debatte über die Studiengebühren_ "Wenn zwei Politikerinnen ihre Meinung zu einem politischen Thema sagen und ihre Argumente auf den Tisch legen, dann ist das noch kein Streit." In der SPÖ seien Diskussionen und reger Meinungsaustausch erwünscht, so Bures in einer Aussendung zu den einander widersprechenden Aussagen von Parteivize Gabi Burgstaller und der Wiener Abgeordneten Uli Sima.

Angesichts der großen notwendigen Reformen für Österreich gehe es darum, alle Argumente und Gegenargumente auf den Tisch zu legen und eine offene Diskussion zu ermöglichen. Die SPÖ habe sich stets gegen finanzielle Barrieren beim Bildungszugang ausgesprochen. Niemand sollte aus finanziellen Gründen von einem Studium ausgeschlossen werden, "skizzierte" Bures die Position ihrer Partei.

Parteichef Alfred Gusenbauer hatte zuletzt in der "Presse" (Samstag-Ausgabe) ebenfalls an einem Aus für die Studiengebühr festgehalten: "Mir ist es ein wichtiges Anliegen, sie zu streichen". Die nötigen Mittel für die Universitäten sollten auf anderem Weg lukriert werden. Wo das Geld her kommen soll, ließ Gusenbauer freilich offen: "Das muss man diskutieren". (APA)