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Bill Richardson (rechts) mit Han Song Ryol

Foto: APA/AFPI/Schoellkopf

Santa Fe - Nordkorea will die jüngste Auseinandersetzung über sein Atomprogramm im Dialog lösen. Das sagte der frühere US-Diplomat Bill Richardson nach Gesprächen mit nordkoreanischen Diplomaten in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico. "Botschafter Han hat mir gesagt, dass Nordkorea nicht die Absicht hat, Atomwaffen zu bauen", sagte Richardson. "Richardson ist ein harter Verhandler", sagte der nordkoreanische Gesandte Han Song Ryol lediglich.

"Es ist meine feste Überzeugung, dass es durch Dialog und diplomatische Bemühungen eine friedliche Lösung geben wird", sagte Richardson. Der Demokrat war unter der Clinton-Regierung UNO-Botschafter. Er hatte die Gespräche auf Bitten der Nordkoreaner und mit Duldung der Washingtoner Regierung geführt. Richardson ist seit Anfang des Jahres Gouverneur von New Mexico. Die Nordkoreaner hatten um die Gespräche gebeten, weil sie Richardson aus früheren Begegnungen kannten.

Das Land sei an besseren Beziehungen zu Washington interessiert, sagte Richardson. Er hatte seit Donnerstag neun Stunden lang mit Han und einem weiteren nordkoreanischen UNO-Diplomaten und in enger Abstimmung mit Außenminister Colin Powell gesprochen. "Ich bin überzeugt, dass wir bald einen Dialog haben werden", sagte Richardson, der Powell am Morgen erneut über die Gespräche unterrichtet hatte. Die Modalitäten müssten zwischen Washington und Pjöngjang ausgemacht werden.

Ein Vertreter der US-Regierung war nicht an den Gesprächen beteiligt. (APA/dpa)