Cotabato - Philippinische Soldaten haben nach Militärangaben auf der Insel Mindanao etwa 20 moslemische Rebellen getötet.

Bei den dreitätigen Gefechten mit Mitgliedern der Gruppe MILF (Moro-Islamische Befreiungsfront) in der Provinz Sultan Kudarat hätten die Regierungstruppen keine Verluste erlitten, sagte ein Militärsprecher am Sonntag. Insgesamt 700 Rebellen hätten das Dorf Polomolok besetzt und die 1000 Einwohner vertrieben.

MILF kämpft für unabhängigen Moslemstaat

Dagegen sagte ein MILF-Sprecher, es seien drei seiner Kämpfer verletzt und drei Soldaten getötet worden. Er warf der Regierung vor, einen Waffenstillstand von 2001 verletzt zu haben, um bei Friedensgesprächen eine bessere Verhandlungsposition zu haben.

Die MILF kämpft im Süden der überwiegend katholischen Philippinen seit Jahrzehnten für einen unabhängigen Moslemstaat. Trotz eines 2001 geschlossenen Waffenstillstands mit der Regierung kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen den Aufständischen und der Armee. Die MILF ist die größte Gruppe Moslemrebellen auf den Philippinen. (APA/Reuters/dpa)