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Lleyton Hewitt

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Andre Agassi

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Melbourne - Lleyton Hewitt kämpft am Montag bei den Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gleich gegen mehrere Serien: Seit 1997 tritt der noch 21-jährige Weltranglisten-Leader in Melbourne an, doch über die vierte Runde, also das Achtelfinale, kam der Blondschopf bisher nicht hinaus. Für die andere Negativserie kann Hewitt allerdings nicht verantwortlich gemacht werden, denn seit 27 Jahren hat kein Australier mehr das Heim-Major-Turnier gewonnen.

Letzter australischer Sieger: Edmondson

Weder Pat Cash, zweifacher Finalist 1987 und 1988, noch Patrick Rafter (Semifinalist 2001) oder Mark Philippoussis (mehrfacher Achtelfinalist) konnten die hoch gesetzten Erwartungen ihrer Landsleute erfüllen. So muss man bereits bis ins Jahr 1976 zurückblättern, als überraschend Mark Edmondson aus der Qualifikation heraus mit Siegen über die australischen Legenden Ken Rosewall und den damaligen Titelverteidiger John Newcombe im Semifinale und Finale den bisher letzten Triumph für "down under" geholt hatte.

Hewitt in "großartiger Form"

Hewitt befindet sich laut seinem Trainer Jason Stoltenberg in großartiger Form und hat in den ersten beiden Runden auch lösbare Aufgaben, doch in Runde drei würde bei Programm gemäßem Verlauf mit Auckland-Sieger Gustavo Kuerten (BRA-30) der erste schwere Brocken auf den topgesetzten Mann aus Adelaide warten, im Achtelfinale könnte er es mit Angstgegner Alex Corretja (ESP-15) zu tun bekommen (Bilanz: 2:3-Niederlagen). Im Viertelfinale wäre ein Duell mit Andy Roddick (USA-9), Juan-Ignacio Chela (ARG-19) oder gegen Vorjahrs-Halbfinalist Jiri Novak (CZE-7) möglich. Letzterem ist er in diesem Jahr beim Hopman-Cup schon in drei Sätzen unterlegen.

Agassi "fitter denn je"

Hewitts größter Gegner wird aber wohl Andre Agassi sein, der mit dem Sieg beim Einladungsturnier auf der Kooyong-Anlage in diesem Jahr schon einen Turniersieg in Melbourne gefeiert hat. Der US-Amerikaner, der im April 33 wird, hat 1995, 2000 und 2001 auch schon das große Turnier in Melbourne gewonnen. "Andre ist fitter als ich ihn je gesehen habe und vielleicht schneller, er ist einfach unglaublich", schwärmt Trainer Darren Cahill von seinem Schützling. Aber vielleicht kann dennoch dieses Jahr Hewitt das Kommando von "Captain Kirk" übernehmen (Agassi heißt mit zweitem Vornamen Kirk).

Melzer gegen Srichaphan

Drei Damen und drei Herren versuchen sich für Österreich bei den am Montag beginnenden Australian Open. Jürgen Melzer ist am Montag, dem Eröffnungstag des ersten Tennis-Grand-Slam-Turniers, der Einzige des Sextetts, der im Einsatz ist. Der 21-jährige Niederösterreicher, der bisher im Jahr 2003 noch ohne Sieg ist, muss zum Auftakt in Melbourne gegen den als Nummer elf gesetzten Thailänder Paradorn Srichaphan antreten. Er eröffnet das Tagesprogramm in der Rod-Laver-Arena am Montag (01:00 Uhr MEZ).

Srichaphan war einer der großen Aufsteiger des Vorjahres und verzeichnete wie Stefan Koubek auch gleich in der ersten Woche dieses Jahres einen Turniersieg ohne Satzverlust (in Chennai). Im Vorjahr hatte er auf Long Island sowie in Stockholm triumphiert. Als aktuelle Nummer 14 der Welt ist er freilich auch der beste Asiate im Ranking. (APA/AFP)