Moskau - Zur Lösung des jüngsten Konflikts um das wiederbelebte Atomprogramm Nordkoreas hat das russische Außenministerium am Sonntag eine Initiative gestartet. Als Erstes gelte es, den "atomfreien Status der koreanischen Halbinsel" zu erhalten, bei strenger Einhaltung aller entsprechenden internationalen Vereinbarungen. Der zweite Teil des Pakets sehe einen "bilateralen und multilateralen Dialog" aller interessierten Parteien vor, an dessen Ende Sicherheitsgarantien für Nordkorea stehen müssten. Der dritte Punkt beinhalte schließlich "die Wiederaufnahme der humanitären und wirtschaftlichen Hilfsprogramme für die koreanische Halbinsel", erklärte Außenminister Igor Iwanow.

Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright hat die Politik von Präsident George W. Bush gegen den Irak und Nordkorea kritisiert: Nordkorea wirke gefährlicher als der Irak. Sie verstehe nicht, warum die USA gerade jetzt einen Regimewechsel in Bagdad betrieben. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 13.1.2003)