Bogotá - Mindestens drei kolumbianische Soldaten sind durch eine Autobombe im Zentrum des Landes getötet worden. Weitere drei Soldaten seien verletzt worden, als das mit Sprengstoff vollgepackte Auto am Sonntag in der Gemeinde La Palma in der Provinz Cundinamarca explodierte, teilte ein Sprecher des Militärs mit. Der Sprengsatz sei vermutlich ferngezündet worden.

Das Militär ging davon aus, dass es sich um einen Anschlag der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) handelte. Die FARC sind mit etwa 17.000 Männern, Frauen und Jugendlichen unter Waffen die größte Rebellengruppe des südamerikanischen Landes und bekämpfen den Staat seit fast vier Jahrzehnten.

Präsident Alvaro Uribe will die FARC durch militärischen Druck zu Verhandlungen zwingen. Erst am Samstag hatte Verteidigungsministerin Marta Lucía Ramírez als Reaktion auf die Verschärfung des Konflikts die Rekrutierung 35.000 zusätzlicher Soldaten angekündigt. (APA/dpa)