London - Simbabwes Regierung verhandelt einem britischen Zeitungsbericht zufolge mit der Opposition des südafrikanischen Landes über einen Rücktritt des umstrittenen Staatschefs Robert Mugabe. Im Gegenzug müsste die Bewegung für den Demokratischen Wandel (MDC) dem Staatschef Immunität und Asyl im Ausland gewähren, berichtete die Tageszeitung "Times" am Montag.

Mugabe habe dem Geheimplan zugestimmt, auch Oppositionsführer Morgan Tsvangirai habe sein Einverständnis signalisiert. Dem Bericht zufolge soll Mugabe von einer Übergangsregierung abgelöst werden, die Neuwahlen vorbereitet. Der 78-Jährige, der in einer umstrittenen Abstimmung vergangenen März wieder gewählt wurde, solle weder wegen der Enteignung weißer Farmer noch wegen der Unterdrückung Oppositioneller verfolgt werden. Für ein Exil biete sich Malaysia an.

Auch die frühere Kolonialmacht Großbritannien habe ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Plans angeboten, berichtete "Times" weiter. Tsvangirai sei das Angebot durch die Nummer drei der regierenden ZANU-PF, Parlamentspräsident Emmerson Mnangagwa, und Militärchef Vitalis Zvinavashe überbracht worden.

Nach der von Gewalt geprägten Wiederwahl Mugabes hatte das Commonwealth Simbabwe ausgeschlossen, auch die EU verhängte Sanktionen. Hungersnot und Wirtschaftskrise in Simbabwe wurden durch die umstrittene Landreform Mugabes weiter verschärft. (APA)