Teheran - Das iranische Parlament hat am Sonntag beschlossen, dass die Höhe von "Blutgeld" für anerkannte religiöse Minderheiten und für Moslems künftig gleich sein soll. Mit den so genannten Blutgeldzahlungen in Höhe von 18.750 Dollar an die Familien ihrer Opfer können sich Mörder im Iran von der Todesstrafe freikaufen.

Bisher brauchte an die Familien von Christen und Juden nur ein Zwölftel der Summe gezahlt werden. Der Parlamentsbeschluss muss noch von dem konservativen Wächterrat bestätigt werden. Eine Initiative des Parlaments, das Blutgeld für Frauen dem für Männer anzugleichen, war gescheitert. Die Entschädigung für ermordete Frauen beträgt nur die Hälfte des Betrages für Männer. (APA/dpa)