Deutsche Zollfahnder haben im Dezember geschmuggelte Kunstschätze aus Syrien im Wert von zehn bis 20 Millionen Euro sicher gestellt. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet in seiner neuesten Ausgabe, bei der aus etwa 1.000 Teilen bestehenden antiken Schmuggelware handle es sich um Glasperlen, Tontafel-Fragmente aus assyrischer Zeit, byzantinische Kreuze und Tier-Terrakotten. Am Freitag hatten Experten des Altorientalischen Seminars der Universität Tübingen mitgeteilt, sie hätten die Gegenstände begutachtet. Für Montag hat die Zollfahndung in Tübingen weitere Informationen angekündigt.

Wie der "Der Spiegel" schreibt, stellten die Zollfahnder die Ware Ende vergangenen Jahres in einem ICE kurz hinter der schweizerisch-deutschen Grenze sicher. Zwei Syrer hatten die Kunstschätze in ihrem Gepäck versteckt. Die Spur führe zu einem Mannheimer Arzt, schreibt das Magazin. Bei einer Durchsuchung der Praxis des 58-Jährigen Mitte Dezember 2002 hätten die Ermittler "Hinweise auf eine internationale Verflechtung" des Arztes und der syrischen Kuriere gefunden. Möglicherweise habe es bereits vor dem Fund fünf Schmuggeltouren gegeben. (APA/red)