In Europa wahrscheinlich eine Horrorvorstellung für viele Eltern, in Amerika möglicherweise der Renner. Das auf Vorschulen spezialisiert Franchise-Unternehmen Primrose School Franchising Company eröffnet diese Woche in Bentwater in Atlanta, Georgia, eine von der Firma selbst betriebene Primrose School. Sie soll als Testgebiet für die neuesten Bildungsideen, darunter auch technische Innovationen, dienen. Von Beginn an soll jedes der Kinder (ab drei Jahre) einen Laptop erhalten, der kabellos mit dem Internet verbunden ist. Die Computer werden auf Wägelchen montiert. So können die Kinder, die logischerweise auch Schreiben und Lesen können müssen, die Geräte in jeden Raum mitnehmen und müssen nicht in einen anderen Raum wechseln, wenn sie online gehen möchten. Die Kinder haben "überwachten" Internetzugang und können ihre Entdeckungen und Produktionen mit den anderen Kindern online teilen.

Nutzung

Den Unterschied zu anderen Vorschulen sieht Primrose neben dem (natürlich proprietären) Lehrplan namens Balanced Learning darin, dass die Computernutzung nicht auf bestimmte Fächer oder Zeiteinheiten beschränkt ist, sondern die Laptops sofort zu jedem Anlass beigezogen werden können. "Wir spielen nicht mit der neuesten Cartoon-Figur oder Videospielen. Wir nutzen die Computer um zu lernen, voll integriert in jeden Tagesablauf", sagte Vizepräsident Lee Scott. Auch für das Personal sieht Scott Vorteile. Während die Kinder schlafen, können die Lehrer am Laptop arbeiten und beispielsweise Unterrichtspläne aus dem Primrose-Lehrplan herunterladen oder Eltern Nachrichten schicken, ohne den Raum verlassen zu müssen. Wenn das Laptop-System genügend zahlungswillige Eltern begeistert, könnte es bald in den über 100 von Franchisenehmern betriebenen Primrose-Vorschulen in Amerika eingesetzt werden. (pte)