Grafik: etat.at

Konjunkturkrise und Kaufzurückhaltung machen auch Europas größter Tageszeitung zu schaffen: Die Auflage der "Bild"-Zeitung sank im vierten Quartal 2002 unter die Marke von vier Millionen. Durchschnittlich seien rund 3,95 Millionen Exemplare verkauft worden, teilte der Axel Springer Verlag am Montag in Hamburg mit. Das sei ein Minus von 6,9 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2001. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" ist es das erste Mal seit 28 Jahren, dass "Bild" die Vier-Millionen-Marke unterschreitet. Im Jahresdurchschnitt verkaufte das Blatt rund 4,1 Millionen Exemplare pro Tag und erreichte so 12,1 Millionen Leser.

"Wirtschaftlich kerngesund"

"Bild", die im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag feierte (etat.at berichtete), ist den Verlags-Angaben zufolge weiterhin die auflagenstärkste Zeitung in Europa. Das Betriebsergebnis sei 2002 um fünf Prozent gesteigert worden, hieß es weiter. Der Marktanteil beim Einzelverkauf aller Tageszeitungen habe 63 Prozent betragen, bei den Kaufzeitungen seien es 78 Prozent gewesen. "Bild ist wirtschaftlich kerngesund", erklärte der Verlagsgeschäftsführer der Zeitungsgruppe "Bild", Christian Nienhaus. Das Blatt habe trotz Wirtschaftskrise und Zurückhaltung der Konsumenten sein Ergebnis verbessert. (APA/AFP)