Nairobi - Die Zentralafrikanische Republik soll am Diamantenschmuggel aus den von Rebellen besetzten Gebieten der Demokratischen Republik Kongo beteiligt sein. Einem Bericht der Organisation "Partnership Africa-Canada" zufolge, einem Zusammenschluss afrikanischer und kanadischer Nichtregierungsorganisationen, importiert Belgien weit mehr Diamanten aus dem afrikanischen Land als dessen Behörden offiziell angeben.

"Die Zentralafrikanische Republik exportiert offiziell Diamanten im Wert von 60 Millionen Dollar (57,1 Mrd. Euro). Belgien importiert zwei bis drei Mal soviel", heißt es in dem Report. Die Regierung der Zentralafrikanischen Republik erklärt die widersprüchlichen Zahlen damit, Diamantenhändler aus aller Welt würden ihr Land aus steuerlichen Gründen fälschlicherweise als Herkunftsland deklarieren. Der Bericht verweist jedoch auf Verbindungen zwischen Waffen- und Diamantenhändlern in der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo.

Der Handel mit so genannten Blutdiamanten zur Finanzierung bewaffneter Konflikte verstößt gegen eine im Jänner in Kraft getretene internationale Vereinbarung, in der sich 52 Staaten für einen Stopp des Handels auf dem Weltmarkt aussprechen. Demnach müssen alle Rohdiamanten in versiegelten Containern transportiert und mit Zertifikaten des Herkunftslandes versehen sein. (APA/dpa)