Die Macher der Talentshow "Pop Idol", die hier zu Lande unter dem Titel "Deutschland sucht den Superstar" läuft, wollen die TV-Sendung zu einem weltweiten Exportschlager machen. "Wir verhandeln mit Fernsehstationen in 51 Ländern", sagte der Chef der RTL Group, Didier Bellens, der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe).

Verhandlungen laufen

In zehn Ländern habe man bereits Abschlüsse erzielt, in vierzig weiteren Ländern seien die Verhandlungen sehr weit fortgeschritten, fügte ein Sprecher hinzu. Bellens rechnet in diesem Jahr nach eigenen Angaben mit Erlösen über 100 Millionen Euro aus dem Verkauf für das Sendeformat und der Produktion der Show.

Beteiligungen am CD-Verkauf

Dazu kommen Beteiligungen am CD-Verkauf der neuen Popsternchen, der eine weitere dreistellige Millionensumme einbringen dürfte. "Im Vorjahr lag der zusätzliche Umsatz durch 'Pop Idol' nur im zweistelligen Bereich, doch 2003 wird sich die Show in der ganzen Welt ausbreiten und Erlöse in dreistelliger Millionenhöhe bringen", sagte Bellens, dessen Produktionstochter Fremantle die Show vermarktet.

Deren Aussichten könnten ein Lichtblick in den Geschäften der RTL Group sein, die durch die Branchenkrise unter Druck geraten sind. Die Tochter des Bertelsmann-Konzerns betreibt TV- und Radiostationen, produziert TV-Programme und handelt mit Sportrechten. (APA/AP)