Der deutsche Siemens-Konzern hat seinen ersten UMTS-Auftrag in Asien an Land gezogen. Der Mobilfunkbetreiber Taiwan Cellular Corporation (TCC) hat den Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) mit der Lieferung und dem Aufbau seines UMTS-Netzes beauftragt. Dies teilte der Konzern heute., Montag, in einer Aussendung mit. Siemens mobile ist seit sieben Jahren GSM-Alleinlieferant für TCC. Die ersten UMTS-Komponenten sollen bereits im laufenden ersten Quartal 2003 an die Taiwanesen geliefert werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Erfolg

Für Siemens mobile sei der Vertrag mit TCC der erste UMTS-Auftrag in Asien und habe damit Signalwirkung. "Nachdem wir bereits in Europa zu den Top drei UMTS-Lieferanten zählen und dort in jedem wichtigen Land Aufträge verbuchen können, haben wir jetzt unseren ersten UMTS-Erfolg im asiatischen Markt. Wir werden unsere offensive 3G-Strategie für Asien auch weiterhin verfolgen", so Siemens-Vorstand Lothar Pauly. TCC gehört zur Taiwan Telecom Group, die rund acht Mio. Mobilfunkkunden zählt und mit etwa 33,5 Prozent Marktanteil Marktführer in Taiwan ist. Taiwan ist einer der am weitesten entwickelten Mobilfunkmärkte in Asien. Die Marktdurchdringung beträgt 100 Prozent, was bedeutet, dass es Mobilfunknutzer gibt, die mehrere Verträge abgeschlossen haben. Siemens mobile hat laut eigenen Angaben bislang weltweit mehr als 6.000 UMTS-Basisstationen ausgeliefert. Ein Großteil davon wird im deutschen Durach gefertigt. (pte)