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Foto: APA/EPA/Dominique Faget

Wien - Die CO2-Emissionen des Verkehrs sind im Jahr 2001 laut Emissionsbericht des Umweltministeriums um weitere acht Prozent gewachsen. Verantwortlich sind der zunehmende Lkw- und Autoverkehr. Der Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) bezeichnet den Anstieg als "alarmierend" und fordert einen raschen Bahnausbau, besseren öffentlichen Verkehr in den ländlichen Regionen und eine höhere Lkw-Maut.

"Das Jahr 2001 war ein schwarzes Jahr für den Klimaschutz in Österreich", kritisierte der VCÖ heute, Dienstag: "Die CO2-Emissionen sind gegenüber dem Jahr 2000 um mehr als vier Prozent gestiegen. Besonders hoch war der Anstieg im Verkehrsbereich mit plus acht Prozent." Der Verkehr verursache bereits 19 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Im Jahr 1990 waren es 12,3 Millionen Tonnen.

"Österreichs größtes Klimaschutzproblem"

"Der Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Seit dem Jahr 1990 sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs um bereits 42 Prozent gestiegen. Das ehemalige Umweltmusterland Österreich entfernt sich im wahrsten Sinn des Wortes mit Vollgas von seinen Klimaschutzzielen", sagte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut.

Ein EU-Vergleich weise Österreich als eines der Schlusslichter beim Klimaschutz im Verkehr aus. Während im EU-Durchschnitt die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs seit dem Jahr 1990 um fast 19 Prozent gestiegen sind, betrug der Anstieg hier zu Lande sogar 42 Prozent. Nur Finnland erreichte als einziges EU-Land einen Rückgang von 0,8 Prozent.

"Auch die Lkw-Lawinen sind zu bremsen. Die Bahn muss stärker ausgebaut und die Lkw-Maut erhöht werden", fordert Rauh. Die zukünftige Regierung solle die Prioritäten des Generalverkehrsplans ändern. "Derzeit sieht dieser zuerst den Ausbau der Straßen und erst dann den Bahnausbau vor. Diese Reihenfolge verursacht neue Verkehrslawinen. Österreich untergräbt damit seinen Kampf gegen den Lkw-Transitverkehr", warnte der VCÖ-Experte. (APA)