Das Wetterchaos hat den Luftverkehr in Deutschland auch am Dienstag noch behindert. Auf dem Flughafen München wurden am Vormittag 34 Flüge gestrichen, weil Maschinen nach dem nächtlichen Schnee-Einbruch noch auf anderen Flughäfen standen. "Am Abend kamen die Annullierungen im Minutentakt", sagte Flughafensprecher Ingo Ansbach. "Unter dem Strich hatten wir rund 400 Annullierungen im Flugverkehr von und nach München." Die meisten betroffenen Passagiere hätten in Hotels übernachten können, 50 saßen auf dem Flughafen fest.

In Nürnberg brach ein Zirkuszelt, in dem sich Stallungen für Kamele und Ziegen befanden, unter der nassen Schneelast zusammen. Zwei Mitarbeiter des Zirkus Barelli wurden von umstürzenden Stangen verletzt. Die Feuerwehr hob die Zeltplanen mit einem Kran an und befreite die Tiere, wie ein Sprecher sagte.

Zahlreiche Lkw-Unfälle

Nach einem Unfall mit drei Lastwagen musste die A3 bei Nürnberg-Mögelsdorf bis 07.00 Uhr komplett gesperrt werden. Wie die Polizei mitteilte, nahmen Beamte dort gerade sechs Unfälle auf, als sich eine US-Armeekolonne näherte. Der erste Lastwagen streifte den bremsenden Führungs-Jeep und streifte den neben ihm fahrenden niederländischen Lastwagen. "Die beiden Lastwagen walzten dann etwa 250 Meter Mittelschutzplanke nieder" und ragten in die Gegenfahrbahn, erklärte die Polizei. Ein nachfolgender tschechischer Sattelzug fuhr in den Jeep. Verletzt wurde niemand.

Auf der A7 überschlug sich am Dienstag abend ein Lastwagen auf eisglatter Fahrbahn, der Fahrer wurde aus dem Führerhaus geschleudert und tödlich verletzt. In Dietmannsried im Allgäu wurde der Fahrer eines Schneepflugs schwer verletzt, als sich der Anhänger eines entgegen kommenden Milchtankzugs quer stellte. Auf der Autobahn Bayreuth - Kulmbach kippte ein Lastwagen auf eisglatter Strecke um. (APA/AP)