Wiesbaden - Deutschland hat das Jahr 2002 mit dem schwächsten Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung abgeschlossen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vergangenen Jahr real um 0,2 Prozent. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. 2001 hatte die gesamtwirtschaftliche Leistung der Bundesrepublik um 0,6 Prozent zugenommen.

Das Staatsdefizit stieg auf 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Bund, Länder und Kommunen gaben 77,2 Mrd. Euro mehr aus als sie einnahmen.

Der einzige Konjunkturimpuls kam im vergangenen Jahr aus dem Ausland. Die Exporte legten um 2,9 Prozent zu. Die inländische Nachfrage aus Konsum und Investitionen ging dagegen um 1,3 Prozent zurück. Vor allem die Ausrüstungsinvestitionen gaben mit 8,4 Prozent deutlich nach. Die Bauinvestitionen lagen um 5,9 Prozent unter dem Niveau von 2001. Die sonstigen Anlagen - unter anderem in Software - weiteten sich um 2,5 Prozent aus. Der private Verbrauch schwächte sich um 0,5 Prozent ab.(APA/dpa)