Die Erkrankungen mehrere Menschen in Deutschland nach dem Verzehr von Torten bleiben weiter rätselhaft. Die Beschwerden eines vierjährigen Mädchens und zweier Erwachsener im niedersächsischen Wilhelmshaven nach dem Genuss einer Tiefkühltorte sind voraussichtlich nicht auf eine bakterielle Verunreinigung zurückzuführen. Dies ergab eine Untersuchung des Landwirtschaftsministerium, deren vorläufiges Ergebnis am Dienstag mitgeteilt wurde. Allerdings gebe es Hinweise, dass ein in der Umwelt vorhandenes Bakterium die Erkrankung ausgelöst haben könnte.

Elfjähriges Mädchen gestorben

Ein neunjähriges Mädchen aus dem hessischen Kelsterbach, dessen Schwester nach dem Verzehr einer Torte gestorben war, wird weiter im Krankenhaus behandelt. Eine sieben Jahre alte Schwester sei jedoch inzwischen entlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Darmstadt am Dienstag mit. Das elfjährige Mädchen war am vergangenen Freitag nach dem Genuss einer tiefgekühlten Torte eines niedersächsischen Herstellers gestorben.

Untersuchengen am Mittwoch abgeschlossen

Das Mädchen erstickte nach dem am Montag veröffentlichten Obduktionsergebnis an Erbrochenem; die Staatsanwaltschaft Darmstadt sieht bisher keine Anhaltspunkte dafür, dass der Tod durch mögliche bakterielle Verunreinigungen der Torte verursacht wurde. Ein endgültiges Ergebnis will sie am Mittwoch vorlegen, wenn die Untersuchungen an den Proben der Torten abgeschlossen sind.

Bisher keine Hinweise auf Verunreinigungen

Untersuchungen der Speisereste sowie anderer Produkte des Tiefkühltorten-Herstellers Coppenrath & Wiese (Osnabrück) brachten bisher keine Hinweise auf eine Verunreinigung. (APA/dpa)