Straßburg - In der Bekämpfung von illegaler Einwanderung und Schlepperunwesen setzt die EU weitere Akzente: Am Mittwoch, dem Tag, an dem die "Eurodac-Konvention" in Kraft tritt, stimmt das Europa-Parlament bereits über einen weiterreichenden Aktionsplan zur Eindämmung der illegalen Einwanderung ab. Dabei geht es vor allem um einen besseren Schutz der Außengrenzen, die der Europa-Abgeordnete Hubert Pirker als "schwächstes Glied" im System der inneren Sicherheit bezeichnete.

EU-Grenzschutzkorps geplant

Vor allem mit Blick auf die Erweiterung sollen gemeinsame hohe Standards für Ausbildung und technische Vorkehrungen eingeführt werden. Längerfristig soll ein EU-Grenzschutzkorps geschaffen werden, das zeitweise auf Risiko-Abschnitten der Außengrenzen eingesetzt werden könnte. Mit einer Übernahme des Schutzes der östlichen EU-Außengrenzen durch die neuen EU-Mitglieder rechnet Pirker wegen der unterschiedlichen Standards nicht vor vier bis acht Jahren. (APA)