Motorola am Dienstag in Wien die ersten beiden eigenen UMTS-Handys präsentiert. Das A830 war bereits im Februar 2002 als erstes UMTS-Handy der Welt gezeigt worden, für das A835 war heute Europa-Premiere. Ein in der Wiener Innenstadt gemachter Anwendungsversuch von pressetext.austria mit einer mobilkom-austria-SIM-Karte scheiterte allerdings am Einbuchen, in einer zweiten Netzsuche wurde immerhin das GSM-Netz gefunden. mobilkom austria hatte am 25. September 2002 den Start des "ersten nationalen UTMS-Netzes" bekannt gegeben und das Netz als "on air" bezeichnet. Man könne es jederzeit nutzen, nur leider gäbe es keine Endgeräte, so mobilkom-Chef Boris Nemsic damals: "Unser Netz ist für die kommerziellen UMTS-Handys bereit, die in drei bis sechs Monaten von den Endgeräteherstellern auf den Markt gebracht werden".

"Nein, das Nokia-Gerät unterstützt das nicht."

Nun sind die ersten Geräte zum Testen verfügbar, doch werden nach Auskunft der mobilkom-austria-Sprechern Elisabeth Mattes derzeit nur hauseigene Mitarbeiter freigeschalten. Andere User müssten sich bis zum kommerziellen Launch im April gedulden. Im Live-Telefonat von einem Boot in Japan mit pressetext.austria erzählte der UMTS-Projektleiter von mobilkom austria, Georg Donaubauer, von einem für ihn unerwarteten Erfolg: Man habe den ersten UMTS-Roaming-Call in Japan gemacht. Ein mitgebrachtes Nokia-UMTS-Handy samt herkömmlicher mobilkom-austria-SIM-Karte habe sich problemlos in das UMTS-Netz J-Phone des mobilkom-Partners Vodafone eingebucht. Auch ein UMTS-Call nach Österreich sei erfolgreich durchgeführt worden. Auf die Frage, ob auch ein Videocall geklappt hätte, sagte Donaubauer: "Nein, das Nokia-Gerät unterstützt das nicht. Wir haben kein Video-Handy mitgenommen, da wir noch gar nicht damit gerechnet haben, dass das Roaming überhaupt schon funktioniert."

Probleme

Der Test-Equipment-Spezialist Actix hat derweil den Abschluss eines Vertrages mit mobilkom austria bekannt gegeben. Laut Actix hat der Netzbetreiber nun die Rollout Verification Solution (RVS) und die Accelerated Network Rollout (ANR) Technologie für die Analyse und Optimierung des UTMS-Netzes gekauft, nachdem sie seit Mitte Dezember erprobt worden sei. mobilkom austria wolle damit die "gegenwärtigen Probleme bewältigen, die durch den Mangel an 3G-Handys verursacht würden, und die Netz-Performance analysieren, indem Test-Daten beim Einsatz von Test-Telefonen im frühen Stadium des Netzausbaus mitgeloggt würden." (pte)