Die T-Aktie hat erstmals seit Mai 2002 den Ausgabepreis für Privatanleger von 1996 überschritten. Die T-Aktie war Anfang Mai vergangenen Jahres unter den Ausgabekurs von 14,32 Euro für Frühzeichner gerutscht und erreichte ihren historischen Tiefstand am 30. September mit 8,42 Euro. An der Frankfurter Börse notierte das Papier am Dienstagnachmittag bei 14,25 Euro, nach einem Tageshoch von 14,47 Euro.

Im Zuge des drastischen Verfalls der T-Aktie hatte Telekom- Vorstandschef Ron Sommer im Juli 2002 seinen Hut nehmen müssen. Erst Mitte November wurde der Posten an der Spitze des größten europäischen Telekommunikationsunternehmens mit Kai-Uwe Ricke neu besetzt. Dieser hat sich den Abbau der hohen Verschuldung von rund 64 Mrd. Euro auf die Fahnen geschrieben und dem Unternehmen einen rigiden Sparkurs verordnet. Bis Ende 2003 sollen die Verbindlichkeiten auf rund 50 Mrd. Euro gedrückt werden.

Credit Suisse First Boston hatte die Aktie am Dienstagmorgen hochgestuft, begründeten Marktbeobachter die Kursgewinne. Außerdem hatten die Analysten das Kursziel von 12 auf 14 Euro angehoben. Es sei allerdings noch zu früh, von einer nachhaltigen Entwicklung zu sprechen, sagte Christian Schmidt, Aktienmarktstratege von der Helaba.(APA)