Rom - Eine Gruppe italienischer Pazifisten wird am 28. Jänner vom Petersplatz im Vatikan nach Bagdad fahren, um als "Schutzschilder" strategische Einrichtungen im Irak zu verteidigen, sollte es zu einem Angriff der USA kommen. Die Gruppe wird sich zwei Tage später in Mailand einer europäischen Delegation der Organisation "We, the People", anschließen, die zu einer internationalen Mobilisierung gegen den Irak-Angriff aufgerufen hat.

Mit Autos in den Irak

Die Reise der PazifistInnen wird von der italienischen Organisation "Human Shields" sowie von katholischen Gruppen und No Global-Bewegungen unterstützt. Die AktivistInnen, die mit Autos in den Irak fahren, sollten am 9. Februar in Bagdad eintreffen. Zu den friedlichen Initiativen, die die Pazifisten im Irak planen, zählen auch einige Konzerte.

"Wir sind Freiberufler, Studenten, Arbeitnehmer, Journalisten und Musiker, die mobil machen wollen, um den Frieden zu fördern. Wir sind überzeugt, dass der notwendige Kampf gegen den Terrorismus keinen Krieg rechtfertigt, dem Tausende von Personen zum Opfer fallen könnten", sagte Roberto Tucci, Chef der Gruppe "Human Shields".

Keine Unterstützung für das irakische Regime

Die AktivistInnen wollen mindestens ein Monat lang im Irak bleiben. "Unsere Reise ist eine Friedensmission, die keineswegs das irakische Regime unterstützen will", sagte Tucci. Bei den irakischen Behörden werde er die Genehmigung für "Sit Ins" vor Einrichtungen beantragen, die von den USA bombardiert werden könnten. Kontakte sollen auch mit hochrangigen US-Militärs aufgenommen werden. Sie sollen aufgefordert werden, keine Ortschaften anzugreifen, in denen sich die Pazifisten befinden. (APA)