Salzburg/Wien - Der mit Verlusten kämpfende Salzburger Handy-Dienstleister EMTS zieht sich aus den beiden Märkten Schweiz und Monaco zurück und befreit sich damit im Zuge seines Sanierungskurses von Altlasten. Wie das in Zürich börsenotierte Unternehmen am Dienstagabend mitteilte, sei EMTS in der Schweiz mit drastischen Verlusten ohne eine Perspektive auf Besserung konfrontiert. Ebenfalls fix ist der Rückzug aus Monaco. Die dortige Geschäftsentwicklung sei nicht in dem Maß positiv gewesen wie geplant, hieß es.

Tiefrote Zahlen in der Schweiz

In der Schweiz schrieb EMTS 2002 bei rund 12 Mio. Euro Umsatz nach eigenen Angaben ein negatives Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von rund 6 Mio. Euro. Neben der schwachen Entwicklung des Schweizer Markts im Service-Geschäft hätten vor allem die Marktenge, starker Margendruck und auch Management-Probleme dazu geführt. EMTS beschäftigt in der Schweiz rund 80 Mitarbeiter. Für Monaco wird für 2002 der Umsatz auf rund 800.000 Euro und das EBITDA mit Null beziffert, heuer wäre wegen fehlender Volumina das EBITDA "voraussichtlich gravierend negativ" gewesen.

Die EMTS-Gruppe musste in den ersten drei Quartalen 2002 einen Betriebsverlust inklusive Restrukturierungskosten (EBIT) von 17,7 Mio. Euro hinnehmen, nach einem Gewinn von 8,2 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das EBITDA drehte von plus 17,5 Mio. Euro auf minus 5,4 Mio. Euro in die Verlustzone. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet EMTS mit einem Umsatz von rund 127 Mio. Euro, 2001 waren noch 163,1 Mio. Euro erlöst worden. (APA)