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New York/Bagdad - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hält einen Krieg gegen den Irak noch für vermeidbar. Bei seiner ersten Pressekonferenz im neuen Jahr sagte Annan am Dienstag in New York, es sei noch zu früh, an einen Militärschlag gegen Bagdad zu denken. Die UNO-Waffeninspektoren haben im Irak unterdessen große Mengen illegal ins Land geschmuggelter Materialien entdeckt. Es sei aber noch nicht klar, ob diese zur Herstellung von Atombomben oder Chemiewaffen beschafft worden seien, sagte der Chef der Waffenkontrollkommission, Hans Blix, dem britischen Rundfunksender BBC.

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht angesichts der Anti-Kriegs-Haltung der Bundesregierung wenig Chancen für eine gemeinsame europäische Irak-Linie im Weltsicherheitsrat. Erstmals sprach Schröder sich am Dienstag öffentlich für eine zweite Resolution des UNO-Gremiums zur Legitimierung eines Irak-Krieges aus. Wie Deutschland in dem Fall abstimmen würde, ließ er offen.

Annan wollte sich dagegen nicht festlegen, ob es einer zweiten Resolution zur Autorisierung eines Militärschlags bedürfen würde. Er betonte jedoch seine Zuversicht, dass eine friedliche Lösung der Irak-Krise möglich ist. "Ich bin sowohl optimistisch als auch hoffnungsvoll, dass sich der Irak-Konflikt friedlich und ohne Krieg lösen lässt, wenn wir richtig vorgehen, den Druck auf Bagdad aufrechterhalten und die Waffeninspektoren ihre Arbeit so aggressiv fortsetzen", sagte Annan. (APA/dpa)