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Leider ohne genaueres Anforderungsprofil

kommt jene Ausschreibung für den/ die "LeiterIn Kultur Fernsehen" daher, mit der der ORF gestern einen weiteren Schritt in Richtung Nachfolge von Haide Tenner setzte. Es ist unklar, ob man damit vonseiten des Küniglbergs totale Unbedarftheit oder große Offenheit signalisiert.

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Für Ersteres spricht aber etwa die Begründung,

mit der zuletzt Margit Czöppan für diese Funktion favorisiert wurde: Gute Güte, unzählige Menschen in diesem Land haben schon Theaterwissenschaft studiert! Gerne erinnern wir auch daran, auf welch gewundenen Pfaden einst Tenner zum Zug kam: Damals wurde etwa ein Redakteur von TV-Media ernsthaft für diese in der heimischen Kunst- und Kulturlandschaft doch recht bedeutsame Position in Erwägung gezogen!

Foto: ORF

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Na gut, Tenners berühmt-berüchtigten Satz von den Videocassetten,

die den Vertrieb von Kultur vergünstigen und deren Ausstrahlung in den KunstStücken ersparen würden - ihn hätte tatsächlich jeder halbwegs zynische Mensch zustande gebracht.

Ideal wäre es gegenwärtig freilich, wenn man im ORF Anleihen bei der Politik nähme und Kultur zur "Chefsache" erklärte: Dann könnte etwa Wolfgang Lorenz ein Programm, das er für Graz 2003 entwirft, gleich im ORF vermarkten (aber geschieht das nicht ohnehin?).

Foto: APA/BRENEIS

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Oder man könnte Rudi Klausnitzer bitten,

sich als "Kulturkonsulent" für Musical-Ausstrahlungen stark zu machen. Hat sonst noch jemand Ideen, jetzt aber einmal ernsthaft? Bitte melden! (cp/DER STANDARD, Printausgabe vom 15.1.2003)

Mehr zu diesem Thema: ORF sucht Kulturchef.

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