Graz - Obwohl mittlerweile viele daran zweifelten, dass die Grazer Kinder ihr Museum betreten würden, bevor sie erwachsen geworden sind - mit der Planung begann man immerhin schon vor acht Jahren - erfolgte am Dienstag der Spatenstich zum Kindermuseum im Grazer Augarten. Das Haus wird nach Plänen der Architekten Hemma Fasch und Jakob Fuchs gebaut und soll rund drei Millionen Euro kosten. Es soll noch im Herbst des Kulturhauptstadtjahres 2003 eröffnet werden.

SP-Stadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl bezeichnete die Realisierung des Projekts "als weiteren Meilenstein in den Bemühungen, Graz zu einer noch kinderfreundlicheren Stadt zu machen."

Transparenz

Die Architektur des Gebäudes wird Einblicke in das Innenleben und seine Funktionen gewähren. So sollen Kinder nicht nur die darin gezeigte und selbst gemachte Kunst begreifen, sondern auch das Kindermuseum als Organismus verstehen können. Für Kaltenbeck-Michl sollen "die Erlebbarkeit, die Bespielbarkeit und die Beteiligung" der Kinder im Vordergrund stehen. Die Grazer Kinder wird also ein ähnliches Programm wie im "Zoom" im Wiener Museumsquartier erwarten.

Einen Geschäftsführer hat das Museum, das es noch nicht gibt, bereits seit November 2002: Den 35-jährigen Grazer Jörg Ehtreiber. Ehtreiber war technischer Leiter des Technischen Museums Wien und ist mitverantwortlich für das Konzept des Kinderprogramms "Minicosmos" von Graz 2003. (cms/DER STANDARD, Printausgabe 15.01.2003))