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Foto: APA/ÖAMTC

Wien - In den USA hat er als Fun-Gerät und trendiges Alternativ-Fortbewegungsmittel bereits Furore gemacht. Hierzulande beschäftigt er vorerst einmal die Juristen: der Segway Human Transporter (HT).

"Es wird vermutlich vor dem Gesetz ein mehrspuriges Elektrofahrrad sein", meint Martin Hoffer, Jurist beim ÖAMTC, der den Prototyp des Segway am Dienstag in Wien präsentierte. Als mehrspuriges Fahrzeug müsste man damit auf der Fahrbahn fahren - es sei denn, man berücksichtigt Paragraf 68, der das Ziehen von Anhängern auf Radfahranlagen gestattet.

Einachsiges Fortbewegungsmittel

Der Segway HT ist allerdings weder Rad noch Anhänger, sondern ein einachsiges Fortbewegungsmittel, das eingeschaltet verblüffenderweise immer die Balance hält. Dafür sorgen elektronische Sensoren in der Plattform. Lehnt sich der Fahrer nun nach vorne, fährt der Segway los. Lehnt er sich nach hinten, bleibt er stehen - oder fährt rückwärts. Nach links oder rechts gesteuert wird das Gerät mit dem linken Lenker, wobei man sich sogar auch am Stand im Kreis drehen kann.

"Nach kurzer Eingewöhnungsphase ist der Segway sehr leicht zu bedienen", berichtet ÖAMTC-Techniker Franz Peleska nach den Testfahrten. Einziger kleiner Kritikpunkt: "Dass immer mit der linken Hand gesteuert werden muss, ist gewöhungsbedürftig." Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist der Preis von knapp 5000 Euro. (frei, DER STANDARD, Print, 15.01.2003)