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Zwei Mitarbeiterinnen, Maj-Britt Olausson und Eva Bordin Karlsson, sind Tag für Tag mit der Suche nach den richtigen Namen für ihre "Patenkinder" wie Schränke, Plüschtiere, Vorhänge oder Tische beschäftigt. Die Schöpfung soll zum Produkt passen sowie einen Bezug zu Skandinavien oder zumindest zur Funktion haben, hieß es heute, Dienstag, in einer Aussendung.

Wörterbücher, Lexika, Kalender, Landkarten und sogar die Geburts- und Todesanzeigen werden von den beiden Expertinnen zur Unterstützung heran gezogen. So wurden auch Oddvar für einen Hocker und Bubblor für ein Besteck gefunden. Manchmal helfen auch Vorgaben der Produktentwickler, so Ikea. "Bang" für einen Kaffeebecher soll daher nicht für das Geräusch stehen, das er macht, wenn er aus der Hand fällt. Die Bezeichnung solle ein "Preisschocker", ein "Big Bang", sein. Eine Plüschschlange für Kinder wurde "Giftig" genannt.

Vorhänge bekommen Mädchennamen, Teppiche Ortsnamen, ...

Bei der Namenssuche wird seit den 70er Jahren nach einem ausgeklügelten System vorgegangen. Vorhänge bekommen Mädchennamen, Teppiche werden nach dänischen Orten benannt, Polstermöbel und Couchtische nach schwedischen Städten. Bücherregale werden nach Berufen getauft. "Bonde" etwa heißt so viel wie Bauer.

Ihre Vorschläge schicken die beiden Taufpatinnen zur juristischen Prüfung an Ikea in Brüssel. Danach landet der Name auf einer langen Auswahlliste.

Die Ideen sind Maj-Britt und Eva noch nie ausgegangen, hieß es. Die Beleuchtungskörper werden nach Begriffen aus der Musikwelt benannt, da sind allerdings viele Begriffe rechtlich geschützt. Nach einer zweijährigen Ruhezeit kann "Namen-Recycling" betrieben werden. Bei "Klassikern" wie bei dem Regalsystem "Billy" komme dies aber nicht in Frage.(APA/red)