New York - Das UNO-Komitee zur Eliminierung aller Diskriminierung gegen Frauen untersuchte am Dienstag in New York die Situation in der Schweiz. Eine Schweizer Delegation stellte dem Komitee einen einführenden Bericht vor. Delegationsleiterin Patricia Schulz vom Büro für Gleichstellung sagte vor dem UNO-Ausschuss, die Schweiz engagiere sich "im langen Prozess, der zur Gleichheit der Geschlechter führt". Sie freute sich über die Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren. Es gehe nun darum, den Elan zu behalten.

Schulz lobte den 1999 veröffentlichten nationalen Aktionsplan "Gleichstellung von Frauen und Männern". Die Bilanz seiner Umsetzung sei "erfreulich", sagte sie. Dennoch sei nicht überall "die Perspektive der Gleichstellung systematisch integriert". Schulz und die Delegationsmitglieder wiesen auf Mängel hin punkto Regierungsbeteiligung von Frauen in der Schweiz (global auf Rang 26), dem Erwerbsleben, Fragen der Gesundheit und der Armut sowie der Gewalt in der Ehe.

Keine Gleichheit vor dem Gesetz

Zudem sei in der Schweiz die Gleichheit vor dem Recht noch nicht vollkommen realisiert. Auch das Problem der Migration und der Rechte von ausländischen Frauen legte die Delegation dem Komitee dar. Im Anschluss an die Präsentation des Berichtes wartet der UNO-Expertenausschuss mit zahlreichen Fragen auf. Die Schweizer Delegation hat dann zwei Tage Zeit, bis sie die Antworten am Freitagmorgen (Ortszeit) dem Komitee vorlegen muss. Laut Rachel Groux von der Schweizer UNO-Botschaft darf die Schweiz mit einer positiven Beurteilung rechnen. (APA/sda)