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Manila - Statt zur Familienplanung werden Antibabypillen aus der US-Entwicklungshilfe auf den Philippinen zur Orchideenzucht genutzt. Das Östrogen der Verhütungsmittel habe sich als wirkungsvoller Dünger herausgestellt, berichtete die philippinische Tageszeitung "Inquirer" am Mittwoch. Weil den örtlichen Behörden das Geld zur Verteilung der im Übermaß angelieferten Pillen fehle, nutzten die Beamten sie zu Hause für ihre Blumen. Kondome würden auf Partys zu Ballons aufgeblasen.

Das Gesundheitsministerium versprach, die Verteilung der Verhütungsmittel besser zu kontrollieren. Gegen eine großzügige Verbreitung von Pillen und Kondomen setzt sich in dem mehrheitlich katholischen Land allerdings auch die Kirche ein. Nun erwägen die USA dem Bericht zufolge, ihre Hilfe zur Bevölkerungsplanung zu reduzieren. (APA)