Der Unterschied zwischen Open Source und kommerzieller Software ist schnell erklärt - das Geld. Während User ihre Linux-Distributionen kostenlos aus dem Internet beziehen können (sofern man nicht in Handbüchern interessiert ist), so haben Konkurrenzprodukte ihren fixen Preis. Viele Linux-Distributoren können Einnahmen durch Support-Leistungen erzielen, doch schön langsam scheint es als würde dies nicht ausreichen.

Das liebe Geld

Meldungen über finanziell angeschlagene Unternehmen der Open Source-Gemeinde häufen sich. Und auch die Gerüchte über neue Einnahmequellen ziehen munter durch das WWW. Nun hat sich auch SCO zu Wort gemeldet und untersucht nach eigenen Angaben die Möglichkeit sein Unix-Wissen gewinnbringend auf den Markt zu werfen.

Lizenzgebühr?

Die SCO Group, bekannt unter dem früheren Namen Caldera International, verfügt über eine Vielzahl von so genanntem Intellectual Property (IP) - also geistigem Eigentum - unter anderem durch die Übernahme der Unix-Technik der Bell Labs von AT&T. Was diese Überlegungen für die USer bedeuten würden. lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Nach ersten Medienberichten könnte es zu einer einmaligen Nachzahlung in der Höhe von 96 Dollar kommen, durch die sich Anwender von etwaigen Nachstellungen der SCO-Rechtsabteilung "freikaufen" könnten. Wie SCO weiter mitteilte, wurden der frühere Anti-Microsoft-Staatsanwalt David Boies sowie anderen Experten im Bereich Urheberrecht mit dem Fall betraut. Allerdings so SCO weiter, sollen "keine rechtlichen Schritte gegen befreundete Linux-Anbieter eingeleitet werden".(red)