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Der Traum vom Gold hat sich für Isabelle Blanc erfüllt.

Foto. APA/Pfarrhofer

Murau/Kreischberg - Einen französischen Doppelsieg brachte am Mittwoch der Parallel-Slalom der Damen, der vierte Bewerb der 5. FIS-Snowboard-WM auf dem Kreischberg. Die Riesentorlauf-Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 Isabelle Blanc setzte sich in einem spannenden Finale gegen ihre Teamkollegin und Titelverteidigerin Karine Ruby durch, Bronze ging an die Schwedin Sara Fischer. Die Österreicherinnen gingen leer aus: Claudia Riegler belegte als beste Platz sechs, Heidi Krings scheiterte im Achtelfinale an Blanc und kam auf Rang neun, Maria Pichler (als 18.) und Heidi Neururer (19.) waren bereits am Vormittag in der Qualifikation auf der Strecke geblieben.

"Nullrunde"

ÖSV-Damen-Cheftrainer Walter Hinterhölzl war dementsprechend enttäuscht: "Das ist eine Niederlage, dass muss man offen und ehrlich sagen. Schon in der Quali haben wir mit Maria Pichler eine Saisonsiegerin verloren und Claudia Riegler hat dann im entscheidenden Lauf Fehler gemacht. Wir müssen es hinnehmen, leider wieder eine Nullrunde. Im Snowboardcross kann es nur besser werden." Auch beim Lady-Quartett waren hängende Köpfe zu sehen. "Ich habe mich gut gefühlt und wollte unbedingt eine Medaille. Jetzt bin ich schon enttäuscht", meinte Claudia Riegler. "Mein Fehler im ersten Lauf hat mir viel gekostet. Pech gehabt, aber es ist meine erste WM", sagte Heidi Krings nach dem Out gegen die spätere Weltmeisterin.

"Runter gegurkt"

Maria Pichler war stocksauer über ihre Leistung: "Ich bin sehr traurig, doch wenn man in der Quali so umscheißt, dann hat man es nicht verdient. Ich bin runter gegurkt und habe mir gedacht: ich bin nicht die Maria, die ich normal bin." Heidi Neururer nahm das Nichterreichen der Entscheidung gefasster zur Kenntnis: "Ich war einfach zu langsam. Vielleicht habe ich die Quali zu locker genommen." Mit dem Kampf um die Medaillen hatten die heimischen Boarderinnen ab dem Viertelfinale (als Claudia Riegler an der US-Amerikanerin Rosey Fletcher, die letztlich Platz vier belegte, gescheitert war) nichts mehr zu tun.

Parallele Torfehler im Finale

Im Finale setzte sich Isabelle Blanc im ersten Lauf um neun Hundertstel-Sekunden gegen Karine Ruby durch und dann die spannende Entscheidung im zweiten Heat: Kurz vor dem Ziel schieden beide Französinnen am gleichen Tor aus, auf Grund des Ergebnisses aus dem ersten Lauf hieß die neue Weltmeisterin Blanc. Karine Ruby wollte sogar noch zurücksteigen, ließ sich aber dadurch irritieren, dass Blanc bereits durchs Ziel gefahren war. Hätte sie das Tor korrekt passiert, dann wäre die Titelverteidigung unter Dach und Fach gewesen. So aber drehte Isabelle die Entscheidung von der WM 2001 in Madonna di Campiglio um.

"Es ist mein erster Weltmeister-Titel im Parallel-Slalom und zum zweiten Mal WM-Gold nach 1999 im Parallel-Riesentorlauf in Berchtesgaden. Einmal bin ich es, einmal ist Karine vorne", meinte Blanc. (APA)

Ergebnisse vom Parallel-Slalom der Damen:

1. Isabelle Blanc (FRA) - 2. Karine Ruby (FRA) - 3. Sara Fischer (SWE) - 4. Rosey Fletcher (USA) - 5. Anna Heiramo (FIN) - 6. Claudia Riegler (AUT) - 7. Florine Valdenaire (FRA) - 8. Dagmar Mair unter der Eggen (ITA)

Im Achtelfinale ausgeschieden): 9. Heidi Krings (AUT) In der Qualifikation ausgeschieden: 18. Maria Pichler (AUT), 19. Heidi Neururer (AUT)