Graz - Die Aussenstelle Lankowitz der Strafvollzugsanstalt Graz-Karlau wird zum Kauf angeboten. Das Interesse ist mager und die bisherigen Kaufangebote erreichen noch nicht einmal die Hälfte der erwünschten 2,3 Millionen Euro.

Neben der Außenstelle der Justizanstalt Graz-Karlau sollen auch andere Außenstellen neu genützt werden, unter anderem das Jugendgerichtshofgebäude und die Außenstellen der Justizanstalten Maria Lankowitz bei Voitsberg, Asten bei Linz sowie Meidling im Tale bei Krems.

Einsparungen

Die zu Einsparungen bewegen sich vorwiegend im Bereich des "gelockerten Vollzuges" - Für Justizminister Dieter Böhmdofer stellt sich die ökonomischen Sinnhaftigkeit aus mehreren Gründen: So werde z.B. in Maria Lankowitz Gemüse- und Ackerbau betrieben, um - entsprechend der "Philosophie vor Jahrzehnten" - die Lebensmittelkosten für die Justizanstalten zu senken.

"Heute ist es aber billiger, einzukaufen als selbst zu produzieren." Zudem seien die meisten Außenstellen ständig reparaturbedürftig und damit sehr teuer. "Das ist ein Fass ohne Boden".

Anders sieht die Einsparung der Leiter der Außenstelle Lankowitz. Konrad Krammer erklärte die Fianzen des Betriebes positiv. Der Betrieb habe sich selbst finanziert und ein positives Betriebsergebnis vorlegen können". Bisher belieferten die Gefangenen die Grazer Strafvollzugsanstalten Karlau und Jakomini jährlich mit 125.000 Liter Milch.(APA)