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Wien - Am Donnerstag und am Freitag der vergangenen Woche konnte das Arbeitsmarktservice (AMS) wegen eines Computerausfalls keine Arbeitslosen vermitteln, berichten die "Salzburger Nachrichten" ("SN") in ihrer heutigen Ausgabe. Mitten in einer Rekordarbeitslosigkeit von mehr als 280.000 Jobsuchenden mussten tausende Jobsuchende und Firmen unverrichteter Dinge weggeschickt werden.

Erst seit Montag dieser Woche funktionieren die Computer der 4.000 AMS-Mitarbeiter wieder - allerdings mit reduzierter Geschwindigkeit, so die "SN". Der AMS-Bundesvorstand prüft derzeit Schadensersatzforderungen gegenüber Privatfirmen, die für die EDV verantwortlich sind. Der Schaden dürfte laut "SN" mehr als 200.000 Euro betragen.

Die AMS-Stellen werden täglich von rund 20.000 Jobsuchenden und an die 10.000 Firmen kontaktiert. Wie es dazu kam, dass die gesamte EDV für so lange Zeit ausgefallen ist, und kein Notsystem hochgefahren werde konnte, sei nicht zu klären gewesen. Der Zentralserver sei kurz nach 7.00 Uhr früh ausgefallen. Bis Freitagnachmittag zu Büroschluss hatte man den Fehler nicht nicht gefunden, es gelang lediglich, ihn einzugrenzen, so die "SN". (APA)