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Lucio Gutierrez

Foto: APA/EFE/Mondelo

Quito - Den Kampf gegen Armut und Korruption will der neue ecuadorianische Präsident Lucio Gutierrez in den Mittelpunkt seiner Regierungsarbeit stellen. Er werde ein neues Ecuador auf der Grundlage starker moralischer Werte schaffen, sagte Gutierrez vor seiner Vereidigung am Mittwoch. Der armen Bevölkerung des südamerikanischen Landes versprach er soziale Gerechtigkeit.

Gutierrez wurde im November zum neuen Staatschef seines Landes gewählt. Unterstützt wurde der 45-Jährige unter anderem von Gewerkschaften und der indianischen Bevölkerung. Im Wahlkampf hatte er weiter politische Reformen in Aussicht gestellt. Unter anderem will er den Einfluss der Parteien auf das Justizsystem des Landes einschränken. Kritiker fürchten allerdings einen autokratischen Führungsstil und haben Gutierrez wiederholt mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez verglichen.

Vor drei Jahren war Gutierrez landesweit bekannt geworden: Er führte damals einen Putsch gegen Präsident Jamil Mahuad an. Die Erhebung von Teilen der Streitkräfte und Proteste der indianischen Bevölkerung führte zwar zu einem Sturz Mahuads. Gutierrez wurde aber aus der Armee entlassen und verbrachte sechs Monate in einem Militärgefängnis. (APA/AP)