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Sowjetischer Panzer vom Typ "T 34" im Budapester "Haus des Terrors" - Ein Panzer gleichen Typs soll in Leipzig als "stummer Zeitzeuge" an den Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR erinnern.

Foto: REUTERS/Laszlo Balogh

Leipzig - Leipzig wird im Stadtzentrum einen sowjetischen Panzer vom Typ "T 34" aufstellen. Wie die Sprecherin der Stadtverwaltung, Kerstin Kirmes, am Mittwoch mitteilte, steht die Aktion in unmittelbarem Zusammenhang mit dem 50. Jahrestages des Volksaufstandes in der damaligen DDR am 17. Juni 2003.

Der Panzer werde im Zentrum der Stadt platziert und zwar in unmittelbarer Nähe des Alten Rathauses. Das sei ein Ort der Unruhen während des Aufstandes am 17. Juni 1953 gewesen und dort seien damals auch sowjetische Panzer des gleichen Typs aufgefahren, um die Proteste niederzuschlagen.

Optische Provokation im öffentlichen Raum

Nach Angaben von Kirmes soll der Panzer als "stummer Zeitzeuge" wirken und ist als optische Provokation im öffentlichen Raum gedacht. Er soll nicht nur auf eine am 17. Juni im Alten Rathaus beginnende Ausstellung unter dem Titel "Ausnahmezustand" aufmerksam machen, die sich mit den Ereignissen vor 50 Jahren befasst. Ziel sei auch, Zeitzeugen und jüngere Menschen anzusprechen und eine Wertediskussion über die Demokratie zu beginnen. Dabei gehe es um Fragen, was eine Demokratie beinhalte und wie sie zu verteidigen sei.

Der sowjetische Panzer werde rund zehn Tage vor dem 17. Juni aufgestellt. Das Vorhaben gehe auf einen Beschluss des Leipziger Stadtrates zurück, betonte Kirmes. Bei der Beschaffung habe die Bundeswehr mitgeholfen. Sie transportiere den "T 34" auch kostenlos in die Messestadt. Rund um das Datum seien ferner eine ganze Reihe weiterer Aktionen wie Diskussionsrunden geplant. Außerdem solle eine Straße in Leipzig nach dem 17. Juni benannt werden. (APA/AP)